Hörspiele

Montag 09:05 Uhr MDR KULTUR

Jeder stirbt für sich allein (1/5)

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada (Übernahme) Berlin, 1940. Der Werkmeister Otto Quangel und seine Frau Anna erhalten Nachricht, dass ihr Sohn im Feldzug in Frankreich gefallen ist. Der Tod ihres Sohnes macht ihnen den Führer Adolf Hitler zum persönlichen Feind. Sie entschließen sich, bewusst über die möglichen Konsequenzen, individuell Widerstand zu leisten: Sie beschreiben Postkarten mit Parolen gegen den Krieg und legen sie in den Treppenhäusern öffentlicher Gebäude ab. Viele dieser Karten gelangen in die Hände der Gestapo, Kommissar Escherich ermittelt zwei Jahre, von seinen Vorgesetzten massiv unter Druck gesetzt, ergebnislos in diesem Fall. Durch eine Unachtsamkeit werden die Eheleute Otto und Anna Quangel gefasst. Otto Quangel lernt in der Haft einen Dirigenten kennen, der mit ihm die Zelle teilt. Der bezahlt beiden nicht nur besseres Essen, sondern verdeutlicht Otto, welche Dinge er in seinem Leben versäumt hat. In der Verhandlung vor dem Volksgerichtshof zeigt sich das Ehepaar standhaft, steht zum Tatvorwurf. Sie werden zum Tode verurteilt, Otto wird hingerichtet, Anna stirbt bei einem Bombentreffer während eines Luftangriffs. Rudolf Ditzen alias Hans Fallada, geboren am 21. Juli 1893 in Greifswald als Sohn eines preußischen Landrichters, verbrachte seine von heftigen Auseinandersetzungen mit dem autoritären Vater geprägte Jugend in Berlin und Leipzig. Mit 18 Jahren kommt er nach Rudolstadt, wo er das Fürstliche Gymnasium besucht, das er 1913 ohne Abschluss verlassen muss, nachdem er und sein Freund versucht hatten, sich das Leben zu nehmen. In den folgenden Jahren arbeitet er u.a. als Wirtschaftsinspektor, Journalist und Verlagslektor. Zwischen 1917-1919 wird Fallada aufgrund seiner Alkohol- und Rauschgiftsucht mehrmals in Heilanstalten für Suchtgefährdete eingewiesen, in denen er sich vergeblichen Entziehungskuren unterzieht. 1920 Romandebüt "Der junge Goedeschal". Gefängnisstrafen wegen Betrugs- und Unterschlagungsdelikten. 1929 heiratet er Anna Issel, die als "Lämmchen" in seine Romane eingeht. 1931 erscheint "Bauern, Bonzen und Bomben" (1997 vom MDR als 15-teilige Hörspielbearbeitung produziert). Der Roman beruht auf Falladas Erfahrungen als Gerichtsreporter beim "Landvolk-Prozess" 1929. In Neuenhagen bei Berlin im Grünen Winkel (heute Falladaring 10), wohin er mit seiner Familie 1930 gezogen ist, schreibt Fallada den Roman "Kleiner Mann, was nun?" (2005 vom MDR als Lesung mit Jutta Hoffmann produziert), dem nach Zeitungsvorabdrucken ein immenser nationaler und internationaler Bucherfolg beschieden ist. 1944 Scheidung von Anna Ditzen. Nach kurzer Episode als Bürgermeister von Feldberg in Mecklenburg arbeitet Fallada in Berlin dank der Vermittlung durch Johannes R. Becher für die "Tägliche Rundschau". Am 5. Februar 1947 stirbt er in einem Hospital in Berlin Hohenschönhausen. 1950 wird postum sein persönlichstes Buch "Der Trinker" veröffentlicht. Die ungekürzte Neuausgabe des Romans "Jeder stirbt für sich allein", die Fallada kurz vor seinem Tod in kürzester Zeit geschrieben hat, wurde postum ein Weltbestseller, der inzwischen in über 30 Sprachen übersetzt vorliegt. Regie: Werner Grunow Bearbeitung: Ralph Knebel Komponist: Wolfgang Schoor Produktion: Rundfunk der DDR 1987 Sprecher: Gunter Schoß - Erzähler Günter Naumann - Otto Quangel Gudrun Ritter - Anna Quangel Daniela Hoffmann - Trudel Hans-Joachim Hanisch - Persicke Lutz Riemann - Abteilungsleiter Hans-Peter Minetti - Escherich Werner Ehrlicher - Zott Wolfgang Dehler - Prall Henry Hübchen - Enno Kluge Erik Veldre - Politleiter Winfried Wagner - Reichardt Peter Bause (16 Min.)

Montag 14:06 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Spitalgroove» von Margrit Staub-Hadorn Radio SRF 1 erinnert an die beliebte Volksschauspielerin Stephanie Glaser. Am 22. Februar würde sie ihren 100. Geburtstag feiern. Sie belebte mit ihrer agilen Spielweise, dem Talent zum intelligenten Humor und ihrem liebenswerten Wesen viele Theater- und TV-Produktionen. Und auch das Hörspiel.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Ich und die Weltmeere. Weil die Tür vom U-Boot klemmte Von Sarah Trilsch Von der Sehnsucht der Nachtwächter Mit Nico Eleftheriadis, Hüseyin Cirpici, Markus Lerch und Oliver Kraushaar Regie: Iris Drögekamp Aufnahme des SWR Anschließend: WDR 3 Foyer

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Die Fälschung 2. Teil: Ariane Von Nicolas Born Mit Florian von Manteuffel, Christiane Roßbach, Juliane Köhler, Axel Milberg und Jens Harzer Bearbeitung und Regie: Michael Farin Komposition: zeitblom BR 2009 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Nicolas Born, geb. 1937 in Duisburg, gest. 1979 in Hamburg. Schriftsteller. Zunächst Arbeit als Chemiegraph. 1964/65 Teilnehmer des von Walter Höllerer eingerichteten Literarischen Colloquiums. 1969/70 Stipendiat des Writers Workshop der Universität Iowa, USA, 1972/73 Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Ab 1973 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 1975 Gastdozentur für Gegenwartsliteratur an der Universität Essen. Ab 1977 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. 2005 postume Veröffentlichung des Briefwechsels mit Peter Handke Die Hand auf dem Brief. Briefwechsel 1974-1979. Auszeichnungen unter anderen Jahresausgabe für Lyrik der Akademie der Künste Berlin (1967), Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen (1977), Rilke-Preis (1979), Peter-Huchel-Preis (postum, 2005). Romane unter anderen Der zweite Tag (1965), Die erdabgewandte Seite der Geschichte (1976), Die Fälschung (1979; 1981 verfilmt von Volker Schlöndorff). Gedichtbände unter anderen Marktlage (1967), Wo mir der Kopf steht (1970), Das Auge des Entdeckers (1972). Hörspiele: Schnee (1966), Innenleben (1970), Fremdsprache (1971), Gedichte 1967 - 78 (1978), Gedichte (postum, 2004).

Montag 21:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radio Tatort: Das dunkle Netz

Erneuter Amoklauf in einer Schule. Hat man aus Winnenden nichts gelernt? Doch - und trotzdem konnte die Tat eines Schülers nicht verhindert werden. Xaver Finkbeiner und Nina Brändle vom LKA Stuttgart stehen unter Druck: Warum hat der siebzehnjährige Tristan vier Mitschüler und seine Lehrerin erschossen? Indizien für Mobbing- oder Rachemotive fehlen. Gibt es überhaupt Motive, die zu begreifen sind? Komisch sei er halt gewesen, sagen Mitschüler, richtig gemocht habe ihn niemand. Woher er die Waffe hatte, die er schließlich gegen sich selbst richtete, ist ebenso rätselhaft. Aus dem Waffenschrank des Vaters? Der passionierte Sportschütze hielt ihn immer unter Verschluss. Woher aber dann? Die Ermittler stoßen auf das Darknet, jenes weltumspannende Netz, das kaum Spuren seiner Nutzer hinterlässt. Finden sich dort die Lieferanten und Mitverantwortlichen? Der Fall nimmt Anleihen bei der jüngsten deutschen Rechtsgeschichte, in der erstmals der Betreiber eines Darknet-Forums wegen einer Mittäterschaft verurteilt wurde. Autorin: Katja Röder Regie: Alexander Schuhmacher Produktion: SWR 2020

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Das dunkle Netz

Von Katja Röder (Ursendung) Erneuter Amoklauf in einer Schule. Hat man aus Winnenden nichts gelernt? Doch - und trotzdem konnte die Tat eines Schülers nicht verhindert werden. Xaver Finkbeiner und Nina Brändle vom LKA Stuttgart stehen unter Druck: Warum hat der siebzehnjährige Tristan vier Mitschüler und seine Lehrerin erschossen? Indizien für Mobbing- oder Rachemotive fehlen. Gibt es überhaupt Motive, die zu begreifen sind? Komisch sei er halt gewesen, sagen Mitschüler, richtig gemocht habe ihn niemand. Woher er die Waffe hatte, die er schließlich gegen sich selbst richtete, ist ebenso rätselhaft. Aus dem Waffenschrank des Vaters? Der passionierte Sportschütze hielt ihn immer unter Verschluss. Woher aber dann? Die Ermittler stoßen auf das Darknet, jenes weltumspannende Netz, das kaum Spuren seiner Nutzer hinterlässt. Finden sich dort die Lieferanten und Mitverantwortlichen? Der Fall nimmt Anleihen bei der jüngsten deutschen Rechtsgeschichte, in der erstmals der Betreiber eines Darknet-Forums wegen einer Mittäterschaft verurteilt wurde. Katja Röder, geboren 1975. Auf Philosophie- und Jurastudium folgten eine Schauspielausbildung und Theater- und Filmengagements. Für den SWR entstanden die ARD Radio Tatorte "Tödliche Kunst", "Der Schläfer" und "Anatomie des Todes" in Zusammenarbeit mit Co-Autor Fred Breinersdorfer. Zuletzt schrieb sie die Tatort-Hörspiele "Grauzone", "Tod im Sechzehner" und "Im Königreich Deutschland" für den SWR. Regie: Alexander Schuhmacher Produktion: SWR 2020 Sprecher: Ueli Jäggi - Xaver Finkbeiner Karoline Eichhorn - Nina Brändle u. a. (53 Min.)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Der Wachmann Nach dem Roman von Peter Terrin Bearbeitung und Regie: Steffen Moratz Mit: Matthias Bundschuh, Martin Reik, Lennart Hillmann, Michael Klammer, Gerd Wameling Ton: Thomas Monnerjahn Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 54"24 (Ursendung) Während alle Bewohner ihre Apartments verlassen, harren zwei Nachtwärter in der Tiefgarage eines luxuriösen Wohnkomplexes aus. Von der Außenwelt isoliert, sich selbst und ihren Wahnvorstellungen überlassen. Michel und Harry sind Wachmänner. Von der Tiefgarage aus kontrollieren sie den Zugang zu einer Reihe von Luxusapartments. Die Außenwelt erblicken sie nur durch das Garagentor: Draußen muss sich etwas Schlimmes zugetragen haben, eine nukleare Katastrophe vielleicht oder ein Krieg. Nach und nach verlassen die Bewohner den Block, aber Michel und Harry halten mit eiserner Disziplin die Stellung. Als ein dritter Wachmann auftaucht, eskaliert die Situation. Wurde er geschickt, um die beiden zu überprüfen? Oder hat er es auf den letzten Bewohner abgesehen, der das Gebäude anscheinend nie verlassen hat? Peter Terrins Thriller ist eine ebenso beklemmende wie komische Parabel auf den stetig wachsenden Kontrollwahn in unserer Gesellschaft. Peter Terrin, 1968 im belgischen Tielt geboren, gehört zu den wichtigsten Stimmen der flämischen Literatur. Er veröffentlichte Erzählungen, Theaterstücke und bislang sieben Romane, darunter "Der Wachmann", für den er 2010 den Literaturpreis der Europäischen Union erhielt, und "Post Mortem", der 2012 mit dem niederländischen AKO-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Seine Werke wurden in über fünfzehn Sprachen übersetzt. Der Wachmann

Montag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Soundstories

Being Nico Von Andrea Halter und Philip Stegers Glamour und Absturz der Velvet-Underground-Sängerin Regie: die Autoren

Montag 23:04 Uhr SRF 1

Schreckmümpfeli

«Drei auf einen Streich» von Bruno Klimek Eine Explosion kommt selten allein.

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